Der Jakobsweg und die Region

Zwischen Palas de Rei und Melide.

Porto de Bois ist ein kleiner Weiler in der Gemeinde O Mato, Palas de Rei, in der galicischen Comarca A Ulloa. Der Camino Francés führt 160 Meter an unserer Tür vorbei – auf dem Abschnitt, auf dem die Provinz Lugo in die Provinz A Coruña übergeht. Das gibt es rund um diese Etappe: was Sie unterwegs sehen und was einen kleinen Umweg wert ist.

Die Etappe, Ort für Ort

Reihenfolge der Orte am Camino Francés, von Ost nach West.

  1. Palas de Rei
  2. San Xulián do Camiño
  3. Pontecampañanach der Brücke über den Fluss Pambre
  4. Casanovader letzte Ort der Provinz Lugo
  5. Porto de BoisAs Casiñas, 160 m vom Camino
  6. O Cotoder erste Ort der Provinz A Coruña
  7. Leboreiro
  8. Furelos
  9. Melidehier trifft der Camino Primitivo dazu

Etappe planen

Portomarín, Palas de Rei, Melide.

Die klassische Etappe von Portomarín nach Palas de Rei ist etwa 25 km lang. Wer noch 7 km schafft, übernachtet in Porto de Bois – am nächsten Tag sind es etwa 8 km bis Melide oder 22 km bis Arzúa.

Wer in Sarria startet, um die letzten 100 km zu gehen und die Compostela zu erhalten, findet Porto de Bois direkt am Wegstein km 60, etwa 60 km vor Santiago.

Wir sind keine Pilgerherberge und keine Pension: Es sind private Ferienwohnungen mit eigenem Bad, Küche und Frühstück – für alle, die sich ausruhen möchten, ohne ein Zimmer zu teilen.

Sehenswertes bei Palas de Rei

Eine Schlacht, eine Burg und die Ritter von Santiago.

1371 wurde auf den Wiesen von Porto de Bois die letzte Schlacht des ersten Fernandinischen Krieges geschlagen: Der galicische Adel, König Peter I. treu und mit Portugal verbündet, unterlag unter Fernando de Castro den Truppen Heinrichs II. Aus dieser Geschichte stammen die Namen unserer Wohnungen.

Wiesen und Steinhäuser von Porto de Bois unter einem Herbsthimmel
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Burg Pambre

Um 1375 von Gonzalo Ozores de Ulloa auf einem Felsen über dem Fluss Pambre erbaut, wenige Kilometer südlich des Camino. Quadratischer Grundriss, zentraler Bergfried und vier Ecktürme. Sie war eine der wenigen großen Festungen Galiciens, die den Irmandiño-Aufstand (1467–1469) überstanden. Heute gehört sie der Xunta de Galicia, die sie restauriert hat.

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Vilar de Donas

Die Kirche San Salvador aus dem 12. Jahrhundert, ein Glanzstück der galicischen Romanik mit ersten gotischen Zügen. Sie war mit dem Santiagoorden verbunden, dessen Ritter hier begraben wurden, und ihre Wandmalereien aus dem 14. und 15. Jahrhundert gehören zu den besterhaltenen Galiciens. Seit 1931 geschützt, liegt sie etwas abseits des Camino, nahe Palas de Rei.

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Castro de Castromaior

Eine befestigte Siedlung aus der Eisenzeit (5. Jh. v. Chr. bis 1. Jh. n. Chr.) mit über fünf Hektar und bis zu sechs Ringen, direkt am Camino zwischen Portomarín und Palas de Rei. Viele Pilger kommen am Tag vor Porto de Bois daran vorbei.

Weiter auf dem Weg

Steinbrücken und Dörfer mit Legenden.

Hinter Porto de Bois steigt der Camino nach O Coto an, schon in der Provinz A Coruña, und führt dann zwischen Wiesen und Steinweilern weiter bis Melide.

Pilger am Wegstein des Camino, 160 Meter von As Casiñas
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Leboreiro

Ein mittelalterlicher Weiler mit der Kirche Santa María (13. Jahrhundert) und einer Brücke aus dem 14. Jahrhundert über den Río Seco. Der Legende nach entsprang neben der Kirche eine Quelle, die nachts leuchtete; dort fand man ein Marienbild, das immer wieder zur Quelle zurückkehrte, bis ein Künstler es in das Tympanon des Portals meißelte. Schon im 12. Jahrhundert gab es hier ein Pilgerhospiz.

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Furelos

Die mittelalterliche Brücke mit vier Bögen über den Fluss Furelos ist eines der bekanntesten Motive dieses Abschnitts, kurz vor Melide.

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Melide

Ein großer Knotenpunkt: Auf der Plaza del Convento treffen die Pilger des Camino Francés auf die des Camino Primitivo. Die Stadt bewahrt die romanische Kirche Santa María (12. Jahrhundert) und ein Steinkreuz aus dem 14. Jahrhundert, das als ältestes Galiciens gilt.

Geschmack der Region

Pulpo, Käse und Melindres.

Dies ist Binnenland, ein Land der Märkte und Messen – und das schmeckt man.

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Pulpo á feira

Melide ist berühmt für seinen Pulpo á feira: gekochter Krake mit Olivenöl, Salz und Paprika. Für viele Pilger ein Pflichthalt.

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Käse Arzúa-Ulloa

Ein Weichkäse aus Kuhmilch mit geschützter Ursprungsbezeichnung. Palas de Rei und Melide liegen in seinem Herstellungsgebiet.

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Melindres aus Melide

Die bekannteste Süßigkeit von Melide: ein Kringel aus Weizenmehl, Butter, Ei und Zucker. Die Backtradition der Stadt entstand in den Familienküchen und wird heute von Familienbetrieben fortgeführt.

Wissenswertes

Der Palast des Königs und die Stadt des Honigs.

Die Überlieferung erklärt den Namen Palas de Rei als «Pallatium Regis», den Palast des Westgotenkönigs Witiza, der Anfang des 8. Jahrhunderts hier gelebt haben soll.

Für Melide halten Fachleute den lateinischen Namen Mellitus, «süß wie Honig», für den wahrscheinlichsten Ursprung. Ein schöner Zufall für die Stadt der Melindres.

Für Pilger

Das Wichtigste, das nie veraltet.

As Casiñas · Porto de Bois

Übernachten auf dieser Etappe

Vier kleine Steinhäuser 160 Meter vom Camino, auf halbem Weg zwischen Palas de Rei und Melide. Hier buchen und 10 % weniger zahlen als bei Booking – ohne Provision.

Ruhen Sie sich auf halber Etappe aus.

Vier kleine Steinhäuser 160 Meter vom Camino, jedes mit eigener Küche, dazu Frühstück und Wäscheservice.

Quellen